09. Februar

OT: Keoma
I 1976
Regie: Enzo G. Castellari
96 Min., 35mm, DF
Mit Franco Nero, William Berger, Olga Karlatos u.a.

Das Halbblut Keoma (Franco Nero) kehrt nach dem Bürgerkrieg an den Ort zurück, in dem er aufgewachsen ist. Die Stadt ist von einer Pocken-Epidemie heimgesucht. Der Bandit Caldwell, der nun dort das Sagen hat, verhindert die Lieferung von Medikamenten und deportiert die Kranken an einen abgelegenen Ort, um sie dort sterben zu lassen. Keoma will sich mit der Situation nicht abfinden und versucht die Stadt mit Hilfe einiger Verbündeter zu befreien.

Der letzte große Italo- oder Spaghettiwestern mit etlichen Zitaten aus dem Genre. Die „shootouts“ in packinpahscher Zeitlupenmanier. Die Szenenbilder erinnern stark an Leone und Corbucci. Auch bei der Soundgestaltung ist sich an Größen wie Bob Dylan und Leonard Cohens OST zu „McCabe & Mrs. Miller“ orientiert worden.

Keoma gehört zu den bizarrsten Western überhaupt. Voller surrealer Elemente, ausgefallener Einfälle und plakativ-philosophischer Dialogzeilen, bastelt er ein Endzeittableau, das in seinem Nihilismus und seiner allegorisierten Unmenschlichkeit am besten wohl als Apokalysewestern bezeichnet werden kann.“ Christian Keßler, Splatting Image 16

Trailer