13. April

USA 2013
Regie: John Maloof, Charlie Siskel
84 Min., DCP, OmU
Dokumentarfilm

Vivian Maier lebte als Nanny in Chicago und New York. Sie galt als exzentrische Frau, die nie ohne ihre Kamera das Haus verließ. Mit den in ihre Obhut gegebenen Kindern unternahm sie Streifzüge durch die Stadt und dokumentierte – wie eine Art Spionin – das Leben auf der Straße. Sie nahm die Menschen auf, wie sie aussahen und wo sie sie fand – in den Viehhöfen, Slums und auch in den Wohnvierteln selbst. Viele Fotos zeigen Menschen in einem zufälligen, aber höchst berührenden Moment.

Der junge Historiker John Maloof entdeckte zufällig bei einer Auktion eine große Menge versteckter Negative und meinte dazu später: „Ich brauchte ein halbes Jahr oder mehr, bis ich begriff, dass es sich um sehr gute Fotografien handelt und nicht nur um simple Schnappschüsse.“
John Maloof und Charlie Siskel zeichnen das Porträt einer Frau und versuchen durch Interviews mit ihren ehemaligen Kindern und Auftraggebern ihr näher zu kommen.

FINDING VIVIAN MAIER ist die spannende Spurensuche im Leben einer Frau, die ihre Umwelt und sich selbst in bewegenden Momenten auf ihren Fotos festhielt – selbst aber keine Spuren hinterließ. Sie entschied sich für eine heimliche Existenz und versteckte ihre Kunst, solange sie lebte. Die Person Vivian Maier bleibt ein Geheimnis und der Film berührt das Mysterium dieser Frau, die ihr Leben für die Fotografie lebte und dies bis zu ihrem Tod mit Niemanden teilte. Heute gilt Vivian Maier als eine der wichtigsten Street Photographer des 20. Jahrhunderts. Ihr Werk ist Teil der Geschichte der Fotografie und unbestreitbar ein großer Schatz.

http://www.vivianmaier.com/

Trailer