02. März

OT: Nightbreed
USA 1990
Regie: Clive Barker
97 Min., 35mm, DF
Mit Craig Sheffer, Anne Bobby, David Cronenberg, Doug Bradley u.a.
Musik: Danny Elfman

Zu Gast wird bei uns Arlind Junkermann-Hinrichsen sein, die in den 1990ern in London gelebt und dort u.a. am Filmset zu „Nightbreed“ als Special Makeup Effects Technician mitgewirkt hat. Sie wird uns vor dem Filmscreening aus der Zeit berichten und auch Anschauungsmaterial zum Thema mitbringen. Wir freuen uns auf sie!

Der innerlich zerrissene Aaron Boone (Craig Sheffer) fühlt sich von dem mysteriösen Ort Midian magisch angezogen. Midian ist die letzte Zuflucht von Monstern, Mutanten und Missgestalteten, die einst von den Menschen in blutigen Kriegen nahezu ausgerottet wurden, tief unter einem Friedhof liegend und versteckt von der ihnen feindlich gesinnten Menschheit. Gerade Boones Sehnsucht nach Midian nutzt sein zwielichtiger Psychiater Dekker (David Cronenberg) aus, um den geheimen Ort der Brut der Nacht ausfindig zu machen und auch die Letzten dieser Art zu vernichten…

Clive Barkers 2. Film nach „Hellraiser – Das Tor zur Hölle“ ist wieder nach einer seiner Kurzgeschichten „Cabal“ entstanden.
Leider wurde der Film von der damaligen Produktionsfirma „20th Century Fox“ für das vermeintliche Massenpublikum kompatibel zurechtgestutzt. Unter anderem wurden sowohl einige Splattersequenzen, als auch der Gastauftritt von Suzi Quattro komplett entfernt. Barkers Final Cut war 126 Minuten lang! Trotz des rigorosen Eingreifens des Filmstudios wurde der immer noch starke Film auf vielen Independant-Festivals gefeiert, und heimste einige Preise in mehreren Kategorien (bester Fim, beste Regie, bestes MakeUp) ein.

Cabal ist ein Film, der […] trotz der ein oder anderen Gore-Szene einen eher leisen, sanften Horror versprüht und eine Hommage an morbide Ästhetik. Ebenfalls lobenswert ist der stimmungsvolle Soundtrack aus der Feder von Danny Elfman. Besonders faszinierend ist die Geschichte aufgrund der behandelten Themen – Boone verkörpert das tiefgreifende Gefühl der Einsamkeit inmitten von anderen Menschen, die Sehnsucht nach einem Ort der Akzeptanz trotz gefühlter oder tatsächlicher Andersartigkeit.[…]“ Mauritia Meyer, filmtipps.at

Trailer