M – Eine Stadt sucht einen Mörder
M – Eine Stadt sucht einen Mörder Still

In einer deutschen Großstadt geht das Grauen um. Eine Serie Kindermorde erschüttert die Bevölkerung. Ein unbekannter Täter lockt kleine Mädchen an und bringt sie um. Die Menschen geraten in Angst und Panik, Eltern bewachen ihre Kinder und Verdächtigungen breiten sich aus. Die Polizei ermittelt mit Hochdruck, führt Razzien durch und überwacht bekannte Straftäter. Doch trotz intensiver Fahndung bleibt der Mörder unentdeckt. Die verstärkten Polizeikontrollen stören zunehmend auch die Unterwelt bei ihren illegalen Geschäften. Deshalb beschließt die organisierte Verbrecherwelt, den Mörder selbst zu finden, um wieder ungestört arbeiten zu können.

Der Film von Fritz Lang gilt als Meilenstein der Filmgeschichte. Als einer der ersten deutschen Tonfilme benutzt er selbigen nicht ausschließlich um Dialoge zu stützen, sondern auch als dramaturgisches Mittel. Wie zum Beispiel das berühmte Pfeifen des Mörders. Es dient hier u.a. als Leitmotiv und erzeugt Spannung, obwohl der Mörder nicht im Bild zu sehen ist. Lang benutzt zudem expressionistische Elemente wie starke Licht-Schatten-Kontraste, um eine bedrohliche Großstadtkulisse zu schaffen. Auch darf der Film als Kritik der Gesellschaft verstanden werden, indem er die Rolle von Recht, Macht und staatlicher Ordnung in Frage stellt.Der Film beeinflusste das Genre des Kriminalfilms und später auch des Film Noir maßgeblich. Er gilt bis heute als einer der bedeutendsten deutschen Filme der Weimarer Republik.

Eines der großen Meisterwerke des deutschen Tonfilms, das mit Peter Lorres Darstellung eine der besten schauspielerischen Leistungen der Vor- und Nachkriegszeit aufzuweisen hat.“ filmrezensionen.de

(Textverantwortlich: JU)