Phase IV
Phase IV Still

Der Film handelt von einer mysteriösen Veränderung im Verhalten von Ameisen nach einem kosmischen Ereignis. Die Wissenschaftler Ernest Hubbs und James Lesko errichten eine Forschungsstation in der Wüste Arizones, um das Phänomen zu untersuchen. Dabei erkennen sie, dass die Ameisen schneller lernen als erwartet und menschliche Gegenmaßnahmen immer wieder durchschauen. Die Situation eskaliert, als die Ameisen gezielt die Wasserversorgung sabotieren und Menschen angreifen.

„Phase IV“ ist ein eher ungewöhnlicher Science-Fiction-Film, der sich deutlich von den typischen Genreproduktionen seiner Zeit abhebt. Statt spektakulärer Action oder eindeutiger Held_innenfiguren setzt der Film auf Atmosphäre, Symbolik und eine beunruhigende Grundidee: Was geschieht, wenn eine andere Spezies den Menschen in Intelligenz und Organisation überholt?

Saul Bass war einer der berühmtesten Grafikdesigner und Vorspann-Künstler Hollywoods (u. a. für Hitchcock). „Phase IV“ ist sein einziger Spielfilm als Regisseur, was den Film zu einer Besonderheit der Filmgeschichte macht. Bass nutzt sein visuelles Gespür, um eine kühle, fast klinische Bildsprache zu schaffen. Besonders eindrucksvoll sind die dokumentarisch wirkenden Nahaufnahmen der Ameisen, die dem Film eine beklemmende Authentizität verleihen. Die Wüste als Schauplatz unterstreicht zusätzlich das Gefühl von Isolation und Kontrollverlust.

Der Soundtrack wurde von Brian Gascoigne komponiert. Selbiger war auch am Score der ersten drei „Star Wars“-Filme oder „Rambo I (OT: „First Blood“) beteiligt. Zu erwähnen wäre noch die fantastische Kameraarbeit von Dick Bush. Selbiger führte schon die Kamera für die glorreichen Hammer-Studios bei Filmen wie z.B. „Draculas Hexenjagd“, bei der Rockoper „Tommy“ mit der legendären Rockgruppe „The Who“ sowie bei William Friedkins „Sorcerer“.

(Textverantwortlich: JU)