Die 15-jährige Jennifer Corvino wird in ein abgelegenes Mädcheninternat nahe Zürich geschickt. Dort wird sie wegen ihres Schlafwandelns und ihrer ungewöhnlich starken Verbindung zu Insekten schnell als sonderbar abgestempelt.
Zur gleichen Zeit hält ein Serienmörder die Region in Atem: Junge Mädchen werden getötet, enthauptet und ihre Leichen verschwinden. Der ermittelnde Inspektor zieht den Entomologen Professor John McGregor hinzu, der mithilfe von Insekten den Todeszeitpunkt der Opfer bestimmen kann.
In einem schlafwandlerischen Trancezustand wird Jennifer zufällig Zeugin eines der Morde und flüchtet. Verwirrt und mit Erinnerungslücken gelangt sie zu Professor McGregor, der sich ihrer annimmt und ihre besondere Gabe erkennt. Später erlebt sie indirekt den Mord an ihrer Zimmernachbarin mit und findet -geleitet- am Tatort den Handschuh des Mörders, in dem sich Maden eingenistet haben. Während sie im Internat Mobbing erfährt und für verrückt erklärt wird, findet sie beim Professor und summender, krabbelnder Verbündeter Unterstützung, und außerdem Ermutigung, der Sache weiter auf den Grund zu gehen…
Argento bezeichnet „Phenomena“ als eines seiner liebsten Werke. Mit Jennifer Corvino als ein außergewöhnlicheres Final Girl, was „film cred“ folgendermaßen beschreibt: „Jennifer’s power and association with insects, particularly figures of death and decay, paint a fascinating portrayal of a divergent female protagonist. Her actions and abilities are never subverted into a narrative of male anxiety over female power. Instead, Jennifer’s magic, the ‘phenomena’ of the film’s title, allows her own feminine hero’s story to unfold.“
Die Natur ist in „Phenomena“ eine eigenständige, handelnde Macht, die dem Film eine fast mystische Dimension verleiht. Besonders ist zudem, dass Argento neben dem atmosphärischen Score von „Goblin“ einen weiteren Musikstil einsetzt – lasst euch überraschen :).
(Textverantwortlich: KE)