„Rebecca“ beginnt mit der berühmten Rückblende: Die namenlose Erzählerin berichtet aus dem Off von einem Traum über das verfallene Anwesen Manderley– ein Hinweis darauf, dass die Geschichte tragisch enden wird. Aber mehr will hier nicht verraten werden…Basierend auf dem Roman von Daphne du Maurier erzählt der Film die Geschichte einer schüchternen jungen Frau, die den wohlhabenden Witwer Maxim de Winter heiratet und auf sein prachtvolles Anwesen Manderley zieht. Dort wird sie von der allgegenwärtigen Erinnerung an seine erste Frau Rebecca verfolgt – besonders durch die unheimliche Haushälterin Mrs. Danvers.
Oft zitiert und hervorgehoben wurde das Urteil von Roger Ebert, US-amerikanischer Filmkritiker, Drehbuchautor und Journalist. Er prägte das Genre der populären Filmkritik wie kein anderer, gewann 1975 als erster Kritiker den Pulitzer-Preis. „Rebecca ist keine Geistergeschichte, sondern eine Geschichte darüber, wie Menschen von Erinnerungen und Vorstellungen beherrscht werden.“Ebert betont weiter, dass der Film seine Wirkung nicht durch sichtbaren Horror erzielt, sondern durch psychologische Spannung: Die titelgebende Figur Rebecca erscheint nie, ist aber dennoch ständig präsent und beeinflusst alle anderen Figuren. Zudem hebt er hervor, dass Alfred Hitchcock hier weniger auf klassische Thriller-Elemente setzt, sondern stärker auf Atmosphäre, Andeutungen und innere Konflikte.
„Ein meisterhaft inszenierter Gothic-Thriller, der durch Atmosphäre und psychologische Tiefe überzeugt.“ rotten tomatoes
Hitchcock zog Ende der 1930er Jahre von Großbritannien in die USA, nachdem ihn der Produzent David O. Selznick unter Vertrag genommen hatte. Selznick war bereits durch Filme wie „Gone with the Wind“ bekannt und wollte Hitchcock in Hollywood etablieren. „Rebecca“ markiert Hitchcocks Übergang vom britischen zum amerikanischen Kino. Es ist demnach sein erster Hollywood-Film der ihm gleich einen Oscar einbrachte.
(Textverantwortlich: JU)