Unsere Filme im Mai - Krieg & Frieden
Schlacht um Algier
20.05.

Algier, 1957: Seit drei Jahren strebt die FLN die Unabhängigkeit Algeriens von der Kolonialmacht Frankreich an. Beide Seiten agieren dabei äußerst brutal: Während die FLN zum Erreichen ihrer Ziele „Verräter“ ermorden lässt und Terroranschläge im französischen Viertel Algiers verübt, foltert die französische Armee Verdächtige, um an Informationen zu kommen. In den verwinkelten Gassen der Altstadt von Algier, der Kasbah, versucht eine von Colonel Mathieu (Jean Martin) befehligte Einheit der französischen Armee einen der Köpfe des algerischen Widerstands zu finden: Ali la Pointe (Brahim Hadjadj).

Algerien erlangte 1962 die Unabhängigkeit. „Schlacht um Algier“ gilt heute als Klassiker des postkolonialen Kinos. Ungeschönt stellt er die Gewalt der FLN, als auch die Foltermethoden der französischen Armee dar, die im Zuge der „französischen Doktrin“ entwickelt wurden und als Vorlage der Foltermethoden der CIA und der lateinamerikanischen Militärdiktaturen in den 1970er und 1980er dienten.

Neue Wege des Dokumentarfilms ging der Italiener Gillo Pontecorvo mit der ,Schlacht von Algier‘. Pontecorvo, studierter Chemiker und Journalist, rekonstruierte die grausamen Kämpfe zwischen Massus Paras und den Kasbah-Bewohnern, mit Massenszenen, Terror und Folterungen. Pontecorvo wiederholte die Vorgänge veristisch und historisch genau. Er engagierte Laien, die an den Kämpfen teilgenommen hatten, und der Algerier Yacef Saadi, einst Organisator des Kasbah-Aufstands, spielte sich nochmals selbst. Mit zuweilen verwackelter Kamera suggeriert Pontecorvo auch formal Cinema verité. Die französische Delegation hatte vergebens versucht, den Film aus dem Festival-Programm zu boxen; aus Protest blieb sie der Aufführung fern.“ Der Spiegel (1966)

(Textverantwortlicher: JR)

Schlacht um Algier Still
Die Kraniche ziehen
27.05.

Die Geschichte einer vom Krieg zerrissenen Liebe: Boris und Veronika bleibt nicht mehr viel Zeit füreinander. Kaum haben sie sich verliebt, tritt der Mann 1941 freiwillig der Roten Armee bei. Mit Optimismus und großen Plänen zieht er in den Krieg gegen Hitler-Deutschland. Veronika bleibt derweil alleine in Moskau zurück….

Kalatosow und sein hervorrragender Kameramann Sergej Urussewski greifen auf das formale Inventar der zwanziger und dreißiger Jahre zurück. Die entfesselte Kamera, die Bildkomposition, die Helldunkelmalerei, die gewagten Kamerafahrten und die expressiven Einstellungen wirkten in den fünfziger Jahren revolutionär.“ Zoom 1986

In der ehemaligen Sowjetunion gab es ein staatliches Kino, das phasenweise in der Langeweile von Propaganda und Konfektion verkam. Ende der 1950er Jahre aber blühte ein eigenständiges Filmschaffen auf, das im Rahmen der Staatsproduktion dank einem später als «Tauwetter» bezeichneten kulturellen Klima entstand und zu kurzem aber grossem Format aufblühte. Das Paradebeispiel dieser Zeit und ein wegweisendes Stück Kino ist der Spielfilm «Wenn die Kraniche ziehen» von Michail Kalatosow. Visuell noch heute bestechend und legendär gehört der Film zu jenen Werken, die sich überzeugend gegen den Krieg auflehnten.“ Trigon Filmverleih

Bei den Filmfestspielen in Cannes 1958 erhielt der Film die Goldene Palme.

(Textverantwortlicher: JU)

Die Kraniche ziehen Still
Unsere Filme im Juni - Irrlichter
Der Biß
03.06.

Weitere Infos folgen bald!

Der Biß Still
König der Fischer
10.06.

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König der Fischer Still
The Wicker Man
17.06.

Weitere Infos folgen bald!

The Wicker Man Still
Jeanne Dielman
24.06.

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Jeanne Dielman Still
Unsere Filme im Juli - SOMMERPAUSE
Unsere Filme im August - Bis 18.08. noch SOMMERPAUSE – am 19.08. geht`s weiter!