Die Grube (Filmemacherin am Abend anwesend!)
Die Grube (Filmemacherin am Abend anwesend!) Still

Thermen waren zu römischer Zeit ein vitaler Raum öffentlichen Lebens. Die entgeltfrei zugänglichen Badeanstalten stellten einen Dreh- und Angelpunkt des sozialen Miteinanders dar. Am städtischen Strand in Varna (Bulgarien) hat in einer Therme, genannt „die Grube“, diese Tradition bis in die Gegenwart überlebt.
Was im ersten Moment wie ein verklärender Blick ins Paradies erscheint, ist in Wahrheit ein kluges Porträt der bulgarischen Gegenwart. Die anrührende Untersuchung eines Mikrokosmos, der für eine ganze Gesellschaft steht. Ein Menschenmosaik aus persönlichen und politischen Geschichten: Schwelende Konflikte und hitzige Diskussionen fügen sich zu einem vielfältigen Ganzen. In der Grube am Goldstrand treffen gegensätzliche Weltbilder und übergreifende Trends aufeinander, und über allem schwebt, selbst bei schönstem Wetter, die dunkle Wolke der Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche. (Textquelle: Berlinale.de)

Ich bin dankbar für die Chance, die wir hatten, DIE GRUBE zu machen. Dass die Geschichte über diesen besonderen Ort in Varna und diese besonderen Menschen meiner Heimat Zuschauer aus aller Welt erreichen und berühren konnte, ist überwältigend.“ Hristiana Raykova


Hristiana Raykova, die für ein Filmgespräch anwesend sein wird, begann nach einem Studium in Politikwissenschaft als freiberufliche Kamerafrau und Video-Editorin zu arbeiten und entdeckte während ihres Bachelorstudiums in Medienproduktion an der HS OWL die Freude an der Arbeit mit dem Dokumentarfilm. 2015 begann sie ihr Studium der Dokumentarfilmregie im Master an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. „Die Grube“ ist ihr Abschlussfilm und die Weltpremiere fand auf der 69. Berlinale statt.

(Textverantwortlich: KE)